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Die Fauna in Gröden
"Der
Wildstand ist ein sehr karger und kommen hauptsächlich Rehe, Gemsen,
diese in letzterer Zeit zahlreicher, graue Hasen, Alpenhasen, Auer-,
Birk-, Schnee-, Stein-, Rebhühner, wilde Tauben vor; einzelne
Wildenten, Schnepfen, Kiebitze, Wiedehopfe, Wildgänse, ja sogar
Möven haben sich hin und wieder hierher verirrt, sind aber keine
regelmäßigen Gäste. Steinadler, Uhus, Falken, Habichte, Sperber,
Eulen und andere Raubvögel gibt es wenige; hingegen sind überaus
zahlreich die Raben, die Alpendohlen und die sogenannten
Zirmgratschen, eine Art Häher (grödnerisch giasholles). Zahlreich
sind die Meisen in verschiedenen Arten, Buchfinken, Goldammern,
Wasseramseln, Kreuzschnäbeln, die sogen. Krammetsvögel und die
Grasmücken; überdies kommen noch vor verschiedene Krähenarten, drei
Arten Spechte, die Bachstelze, das Rotkehlchen, die Kohlamsel, die
Schwalbe in fünf Arten, die Lerche, die Wachtel, der Spatz, der
Zaunkönig, der Zeisig, der Stieglitz und andere kleine Singvögel,
und schließlich der Gimpel, welch letzterer mit Vorliebe von den
Einheimischen gehalten und, weil sehr gelehrig, mit Erfolg
abgerichtet wird; man bat solch abgerichtete Gimpel, die drei bis
fünf und mehr Arien exakt erlernt hatten, mit 10-20 fl. bezahlt." |